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Hinter der Schilddrüse verstecken sich an der Schilddrüsenkapsel beziehungsweise im Gewebe rund um die Schilddrüse vier kleine, linsengroße Organe – die sogenannten Nebenschilddrüsen. Trotz ihrer geringen Größe erfüllen sie eine wichtige Aufgabe. Denn sie produzieren ein wichtiges Hormon: das Parathormon – kurz PTH.


Dieses Parathormon ist in unserem Körper u.a. für das Gleichgewicht des Mineralstoffhaushalts verantwortlich, indem es die Kalzium- und Phosphat Spiegel im Blut kontrolliert und reguliert. In verschiedenen Organen befinden sich außerdem spezielle "Andockstellen" - sogenannte PTH Rezeptoren -, an denen Parathormon bindet und so verschiedene Funktionen ausübt:

 

  1. Es aktiviert Vitamin D in den Nieren, das dem Körper dabei hilft, Kalzium und Phosphat über den Darm aus der Nahrung aufzunehmen.
  2. Es sorgt in der Niere für die Aufnahme von Kalzium und die Ausscheidung von Phosphat.
  3. Es stimuliert die Freisetzung von Kalzium und Phosphat aus den Knochen.

Wenn der Körper kein oder nur unzureichend PTH bilden kann, ist der Kalziumspiegel im Blut zu niedrig (Hypokalzämie) und der Phosphatspiegel zu hoch (Hyperphosphatämie). Dieses Ungleichgewicht kann zu zahlreichen unterschiedlichen Symptomen führen. Neben Schmerzen, Muskelkrämpfen und Parästhesien (unangenehmes Kribbeln, Pelzigkeit, Taubheitsgefühl) gehören dazu auch kognitive Symptome wie Angststörungen, Depressionen oder der sogenannte „Brain Fog“.

Diese Symptome können so stark ausgeprägt sein, dass sie die Lebensqualität der Patienten mitunter stark beeinträchtigen.

Operation an der Schilddrüse

In 75% Fälle ist Hypoparathyreoidismus die Folge eines chirurgischen Eingriffs im Halsbereich wie einer Schilddrüsenoperation. Eine solche OP gehört in den Deutschland zu den häufigen Eingriffen und ist mittlerweile Routine. Dennoch kann es bei einer kompletten Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie) passieren, dass die linsengroßen Nebenschilddrüsen unbeabsichtigt verletzt oder mit entfernt werden (mussten). Typische Symptome, die auf eine Beschädigung oder Entfernung der Nebenschilddrüsen hinweisen könnten, treten häufig direkt nach der OP auf.

Wurde bei Ihnen unmittelbar nach der OP Kalzium gegeben und Sie benötigen es auch heute noch, dann sind dies mögliche Hinweise auf einen Hypopara. Besteht der Parathormonmangel länger als sechs Monate, spricht man von einem chronischen Hypoparathyreoidismus.

In seltenen Fällen ist eine Hypopara autoimmun oder genetisch bedingt oder die Folge von Krebserkrankungen und Bestrahlungen im Halsbereich.

Folgen des Hypopara

Durch den Mangel an Parathormon kommt es zu einem Ungleichgewicht des Mineralstoffhaushalts. Der Kalziumspiegel im Blut ist zu niedrig und der Phosphatspiegel ist zu hoch. Das kann mitunter schwerwiegende Folgen haben.

MEHR ZU DEN FOLGEN

Symptome des Hypopara

Chronischer Hypoparathyreoidismus bleibt oft
unerkannt - trotz mitunter starker Symptome. Dazu gehören neben neben körperlichen auch kognitive Symptome wie Angststörungen oder Depressionen.

MEHR ZU DEN SYMPTOMEN

Hilfe bei Hypopara

Wir haben eine Reihe von Informationsmaterialien, Broschüren, Videos und Anwendungen zusammengestellt, die Sie in Ihrem alltäglichen Umgang mit der Erkrankung unterstützen sollen.

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